Am 28. Januar 2025 fand an unserer Schule eine bewegende Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz statt. Gemeinsam mit dem Christlichen Sozialwerk e.V. haben wir als Schule diesen besonderen Tag gestaltet, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Respekt und gegen jede Form von Diskriminierung zu setzen.
Die Veranstaltung begann mit einer musikalischen Darbietung des Liedes „Von guten Mächten“, das die feierliche und nachdenkliche Stimmung dieses Tages unterstrich. In den anschließenden Redebeiträgen erinnerten Zeitzeugen, Historiker und Politiker an die unermesslichen Verbrechen der Vergangenheit und mahnten uns, unsere Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft nicht zu vergessen.
Besonders eindrucksvoll war der Beitrag von Roland Richter, einem Zeitzeugen, der seine Erlebnisse mit uns teilte und eindringlich dazu aufrief, für eine Gesellschaft einzustehen, in der Ausgrenzung und Hass keinen Platz haben. Auch die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sowie weiterer Schulen beteiligten sich aktiv – mit Lesungen, musikalischen Beiträgen und künstlerischen Darstellungen, die das Gedenken lebendig machten. Die Klasse 5b berührte mit ihrer Darbietung des Gedichts „Die Kinderschuhe aus Lublin“ von Johannes R. Becher und erinnerte so eindrücklich an das Leid der Kinder, die Opfer der Shoah wurden.
Ein besonders bewegender Moment war die Videobotschaft von Margot Friedländer, die uns als Überlebende des Holocaust einen klaren Auftrag mit auf den Weg gab: “Wir dürfen niemals vergessen, doch Erinnern allein reicht nicht.”
Diese Veranstaltung hat uns alle tief berührt und erinnert uns daran, dass Geschichte nicht nur ein Kapitel in Schulbüchern ist, sondern ein Auftrag für unser Handeln in der Gegenwart. Erinnerung bedeutet Verantwortung – für das, was war, und für das, was sein wird.
Lasst uns wachsam bleiben, hinschauen und gemeinsam dafür sorgen, dass das, was damals geschehen ist, nie wieder passiert.